Gewinner des Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preises 2014

 


Die Gewinner des JAZ 2014
(Foto: Hinte GmbH)
Frankfurt, 28. August 2014. Die Gewinner des Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preises 2014  wurden von Florian Krüger, Mitglied der Frankfurter Höhenrettung, bei der Eröffnungsveranstaltung zur „Arbeitsschutz aktuell 2014“ ausgezeichnet.

 

 
Gewinnerbeiträge im Überblick

 

Über den ersten Platz und 3.000 Euro freute sich das Projektteam der Trützschler GmbH & Co. KG aus Mönchengladbach. Es wurde für das Projekt „Notfallsäule“ ausgezeichnet, das Arbeitssicherheit und Brandschutz auf innovative Weise zusammenführt. Die große und auffällige Säule markiert einen zentralen Punkt im Betrieb, den alle Beschäftigten und Besucher sofort erkennen können. Hier steht eine komplette Notfallausrüstung mit Feuerlöscher, Notfalltelefon und Erste-Hilfe-Koffer zur Verfügung. Die Notfallsäule beinhaltet auch Arbeitsschutzprodukte wie Ohrstöpsel und Hautschutzcremes sowie eine Augenspülung und einen Pflasterspender. In ihr werden außerdem zahlreiche Informationsblätter aufbewahrt, unter anderem zum richtigen Verhalten im Notfall sowie Flucht- und Rettungspläne. Die Notfallsäule kann mit einem Panel PC ausgestattet werden. Sie wurde in der mechanischen Fertigung am Standort Mönchengladbach getestet. Geplant ist eine Kleinserie von rund zwölf Säulen, die in Mönchengladbach und an drei weiteren Standorten zum Einsatz kommen sollen.

 

(Kontakt: klaus.wawer@truetzschler.de)

 

 

Den zweiten Platz und 2.000 Euro erhielt das Projektteam der Schabmüller GmbH aus Berching für den Beitrag „Sicherer Werksverkehr“: Es wurde ein Funksystem mit Meldeleuchte entwickelt, das für mehr Sicherheit beim Umgang mit Gabelstaplern sorgt. Der Empfänger und die Meldeleuchte werden dabei in unmittelbarer Nähe von möglichen Unfallschwerpunkten (zum Beispiel unübersichtliche Kreuzungen in Werkshallen) angebracht. Der Sender wird auf dem Dach des Gabelstaplers befestigt und durch die Batterie des Fahrzeugs mit Strom versorgt. Sobald der Sender in Reichweite des Empfängers ist, blinkt die Meldeleuchte auf. Dies geschieht aber nur, wenn das Gaspedal des Gabelstaplers betätigt wird. Steht das Fahrzeug in der Nähe des Unfallschwerpunktes, bleibt das Signal aus, da es keine Gefahr für die Beschäftigten gibt. Die Schabmüller GmbH hat bereits mehrere Fahrzeuge mit dem System ausgestattet. Die vorgeschlagene Lösung lässt sich mit überschaubarem Zeit- und Kostenaufwand auf andere Betriebe übertragen.

 

(zum Kurzfilm / Kontakt: franz.semler@schabmueller.de)

 

 
Der mit 1.000 Euro dotierte dritte Platz ging an das Projektteam der ICL aus Ludwigshafen, das den Beitrag „Sicherheitsnavigation – Azubis leiten Azubis“ eingereicht hatte. Die ICL verfolgt eine „Null Unfall“-Politik: Ein Programm zum verhaltensbezogenen Arbeitsschutz sensibilisiert die Beschäftigten für sicheres Verhalten und reduziert so Unfallereignisse. Das Projektteam hat diesen Ansatz aufgegriffen. Neuen Auszubildenden werden Patenschaften und ein spezielles Sicherheitsprogramm angeboten. Dazu gehören Sicherheitskurzgespräche, Rundgänge an Unfallorten oder der Check von Betriebs-Fahrrädern. Erlebnis- und Erfahrungstage geben einen Einblick in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Saisonale Aktivitäten wie eine Weihnachtsstand-Aktion auf dem Werksgelände werden genutzt, um neue Auszubildende auf Präventionsthemen aufmerksam zu machen. Der Erfolg spricht für sich: Im Projektzeitraum gab es unter den Auszubildenden keinen meldepflichtigen Arbeitsunfall.

 

(zum Kurzfilm / Kontakt: bernd.koch@icl-pp.com)

 

 



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